Solitopia – Baumbesetzungen starten

Heute ist Tag X – RWE fällt die Bäume an der L277 im Rheinland.

Wir wollen das nicht einfach so geschehen lassen. Aber wir wissen, dass viele von uns gerade nicht ins Rheinland fahren können. Deswegen rufen wir zu dezentralen Baumbesetzungen auf. Jede*r kann mitmachen, egal wo ihr seid.

Wenn ihr einen Baum besetzt habt, erhöhen wir unseren Baumbesetzungszähler und tragen eure Aktion in die Baumbesetzungskarte ein.

Alle Infos findet ihr hier.

Tag X für die Bäume im Rheinland

Der 3. November ist Tag X – Kommt alle ins Rheinland!

Der Tagebau Garzweiler frisst sich immer weiter ins Rheinland hinein und RWE und ihre Maschinen machen den Weg für die Kohlebagger frei. Nachdem RWE im Sommer die L277 hat abreißen lassen, sollen nun die Bäume fallen, die an der ehemaligen Straße stehen. 

Die Bäume bilden die letzte rote Linie zwischen dem Tagebau Garzweiler und den bedrohten Dörfern. Diese rote Linie darf nicht überschritten werden, wenn wir die Dörfer retten und die 1,5°-Grenze einhalten wollen. 

Deswegen kündigt sich Widerstand an: Die Gruppen „Alle Dörfer Bleiben“ und „Kirche(n) im Dorf lassen“ haben einen Tag X ausgerufen. 

Tag X ist jetzt! Wenn ihr könnt, fahrt ins Rheinland und besetzt dort Bäume oder Kohlebagger, blockiert die Zufahrtswege für RWEs Maschinen und Polizei oder zeigt euch anders solidarisch mit den Dorfbewohner*innen. 

Aktuelle Infos (Stand 2.11., 11.30 Uhr)

Gottesdienst von Kirche(n) im Dorf lassen: 2.11.20, 18 Uhr

Anlaufstelle: Mahnwache Lützerath (da bekommt ihr alle Infos)

Folgt am besten auch https://twitter.com/Kirche_an_Kante auf Twitter.

Bericht vom Bundestreffen

Nachdem wir im März aufgrund der Corona-Lage bereits ein Bundestreffen ins Internet verlegt haben, trafen wir nach dem physischen Bundestreffen im Sommer und erfolgreichen Aktionen on- und offline jetzt kurzfristig die Entscheidung, das eigentlich in Nürnberg geplante dritte Bundestreffen (23.-25.10.2020) dieses Jahr aufgrund der sich verschärfenden Gesamtsituation auch als Online-Treffen abzuhalten.

Dabei wurde trotz anfangs holpriger Entscheidungsfindung deutlich, wie routiniert wir mittlerweile darin geworden sind, uns online zu treffen und spontan auf Ereignisse zu reagieren – auch ein Ausdruck unserer Resilienz. So fanden wir uns am Freitagabend im Videokonferenzraum und einem Etherpad ein, um gemeinsam zu entscheiden, wie wir das Wochenende mit den geänderten Rahmenbedingungen gestalten wollen.

Trotz Online-Format kam der persönliche Austausch während dem Wochenende nicht zu kurz. Auch war Raum für inhaltliche Diskussionen auf der Metaebene, die vergangenen Monate reflektierend und mit Blick aufs große Ganze. Die gut gefüllte Tagesordnung konnten wir dennoch ohne Zeitdruck besprechen, sammelten z.B. Ideen für künftige Aktionen und arbeiteten eine grobe Jahresplanung für 2021 aus, die nun in Arbeitsgruppen jeweils bearbeitet werden. Dabei werden wir auch (für uns) neue Aktionsformen ausprobieren, Überraschungen vorprogrammiert. Wir halten euch über den Newsletter auf dem Laufenden, sobald es Infos zu den geplanten Aktionen gibt.

PS: Das ist kein Stockfoto zum Thema „kreatives Homeoffice“ – so sieht es wirklich bei unseren Online-Treffen aus! 🙂

Einladung zum Bundestreffen

Liebe alle!

Wir laden euch herzlich zu unserem nächsten Bundestreffen ein. Es wird vom 23.-25.10. in Nürnberg stattfinden!

Unser Bundestreffen ist der Ort, der sich am besten dafür eignet, uns kennenzulernen oder in die Arbeit bei uns einzusteigen. Deswegen freuen wir uns riesig über alle neuen Menschen, die dabei sein wollen:

Anreise: 23.10., ab 17 Uhr

Abreise 25.10., ab 14 Uhr

Für Unterkunft und Verpflegung sorgen wir. Fahrtkosten tragen wir solidarisch.

Wenn ihr kommen wollt oder Fragen habt, meldet euch gerne unter kontakt-junepa@riseup.net.

Wir freuen uns auf euch!

Besetzung des Gefechtsübungszentrums – Wichtige Infos

Gemeinsam mit der Bürger*inneninitiative Offene Heide und friedensbewegten Einzelpersonen organisieren wir die diesjährige Besetzung des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) vom 16.-21. September 2020.

Alle wichtigen Infos dazu findet ihr auf dieser Website.

Termine für Infoveranstaltungen und öffentliche Trainings findet ihr hier.

Mobilisierungsmaterial könnt ihr hier bestellen.

Aktuelle Prozesstermine für die Aktion im letzten Jahr findet ihr hier.

Bei Fragen wendet euch gerne an kontakt@gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de.

Rückblick: Keinen Meter der Kohle

Was für eine Aktion! Der Auftakt zu noch viel mehr Widerstand gegen die Zerstörung der Dörfer durch den Tagebau Garzweiler.

Schaut euch die Bilder der Aktion auf Flickr und den Pressespiegel der Aktion an! In unserem Twitter-Feed lässt sich die Aktion gut nachverfolgen. Hier findet ihr unsere Pressemitteilung.

Kommt ins Rheinland, solidarisiert euch mit Alle Dörfer Bleiben, kämpft gegen RWE und die Klimakrise! Ab jetzt steht eine Dauermahnwache der Initiative „Kirchen in den Dörfern lassen“ am Wendehammer in Lützerath: Karte. Seit gestern ist eine Dauermahnwache an der L277 bei Lützerath Teil unseres vielfältigen Widerstands. Diese, von der „Kirchen im Dorf lassen“ angemeldete Mahnwache soll für die kommende Zeit ein sicherer Anlaufpunkt und ein Vernetzungsort werden. Continue reading „Rückblick: Keinen Meter der Kohle“

PM: Sitzblockade schützt Dörfer vor RWE

Keyenberg, 22.07.2020. Aktuell blockieren rund 60 Menschen unter dem Motto „Keinen Meter der Kohle“ die Abrissarbeiten vor den bedrohten Dörfern am Tagebau Garzweiler II. Auch direkt Betroffene aus den Dörfern gingen den Schritt zum Zivilen Ungehorsam. Seit Montag wird von RWE der letzte Schutzwall vor den insgesamt sechs Dörfern abgerissen: die Landstraße L277, die Keyenberg und Lützerath als Lebensader verbindet. Das Bündnis „Keinen Meter der Kohle“ fordert von der Landesregierung, die Zerstörungen durch den Tagebau sofort zu stoppen.

Continue reading „PM: Sitzblockade schützt Dörfer vor RWE“

Keinen Meter der Kohle – Straßenblockade am 22. Juli

RWE ist gerade dabei die L277 abzureißen – die Straße, die die bedrohten Dörfer im Rheinland noch vom Tagebau Garzweiler trennt. Wir wollen das nicht zulassen.

Unter dem Motto „Keinen Meter der Kohle“ rufen wir gemeinsam mit Kohle erSetzen! zu einer bunten und entschlossenen Sitzblockade am 22. Juli auf. Am 21. Juli findet ab 18 Uhr die Aktionsvorbereitung inklusive eines Aktionstrainings statt. Alle weiteren Infos gibt es hier.

Wider§pruch: Tagessätze zu verkaufen!

+++Achtung: Alle Tagessätze ausverkauft! Bitte KEINE weiteren Tagessätze mehr überweisen!+++

Im September 2016 haben wir die Startbahn des Fliegerhorst Büchel besetzt. Inzwischen wurden wir für die Go-In Aktion auf dem Atomwaffenlager verurteilt. Hier die damalige Pressemitteilung und ein Bericht.

Nachdem wir im Oktober 2017 in der ersten Instanz vor dem Amtsgericht wegen Hausfriedensbruch verurteilt wurden, haben wir Berufung eingelegt und standen im September 2019 vor dem Landgericht Koblenz, wo die Berufung letzendlich zurückgewiesen wurde. Auch unsere Revision vor dem Oberlandesgericht Koblenz wurde abgelehnt. Continue reading „Wider§pruch: Tagessätze zu verkaufen!“

PM Klimafahndung 2020

Zivilgesellschaft ruft erneut zur Fahndung nach Klimastraftätern auf

Zivilgesellschaftliches Zentrum für Rechenschaft der Klimakrise fahndet erneut mit Plakaten nach der sogenannten „Kapitalistischen Klimazerstörer-Bande“

Berlin, 30.06.2020.

Wie bereits vor anderthalb Jahren tauchen seit letzter Nacht in Berlin und anderswo Plakate mit einem Fahndungsaufruf zur Festsetzung der sogenannten „Klimazerstörer-Bande“ auf.
Bereits Ende 2018 war auf Druck des Zivilgesellschaftlichen Zentrums für Rechenschaft der Klimakrise (ZiZeRK) eine entsprechende Sonderkommission des Landeskriminalamtes Berlin eingerichtet worden. Damals wurde die Bande dringend verdächtigt, maßgeblichen Einfluss auf die Arbeit der Kohlekommission zu nehmen und so einen raschen Kohleausstieg auszubremsen. Seitdem ist es den Verdächtigen stets gelungen, sich der Strafverfolgung zu entziehen. Jedoch gibt es laut einer Sprecherin des ZiZeRK Grund zu der Annahme, dass sie in Kürze dingfest gemacht werden könnten. Denn aktuelle Hinweise deuteten auf eine Einflussnahme auf die Ausformulierung des sogenannten Kohlegesetzes hin. Erneut drohe damit ein Kohleausstieg deutlich über zehn Jahre zu weit in die Ferne zu rücken.

Das ZiZeRK bittet daher die Bevölkerung um tatkräftige Unterstützung beider raschen Ergreifung der potenziellen Bandenmitglieder, um weiteren irreversiblen Schaden an den Lebensgrundlagen der Menschheit zu verhindern. Die Bande soll außerdem vor Gericht für die Folgeschäden der Klimakrise haftbar gemacht werden.
Gesucht wird aktuell nach den Vorständen der RWE AG und der LEAG sowie dem Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Ihnen werden unter anderem unterlassene Hilfeleistung, fahrlässige Tötung in tausenden Fällen sowie Verursachung von Schäden an bestimmten Arten und natürlichen Lebensräumen vorgeworfen und entsprechende Schadensersatzforderungen gestellt.
Einige der Gesuchten sollen sich diese Woche im Rahmen der anstehenden Verabschiedung des Kohlegesetzes im Bundeswirtschaftsministerium oder an anderen Orten im Regierungsviertel aufhalten. Weitere anwesende hochrangige Akteur*innen aus Politik und Wirtschaft werden ebenfalls verdächtigt, Teil der Bande zu sein.

„Laut dem IPCC Sonderbericht zum 1,5 Grad-Ziel bleiben uns weniger als acht Jahre für massive Emissionsreduktionen. Die Weltgemeinschaft muss demnach drastische Klimaschutz-Anstrengungen unternehmen und ihre Wirtschaftsweise ändern“, erklärt Esther Dolanyi vom ZiZeRK. „Von Gesetzgeber*innen, welche auf Druck der Lobby unter fadenscheinigen Argumenten überholte und klimschädliche Industrien länger als nötig am Leben erhalten und dabei sogar den unzureichenden Kompromiss der Kohlekommission brechen, ist jedoch kein effektiver Klimaschutz zu erwarten. Deswegen fahnden wir nun mit Nachdruck nach der kapitalistischen Klimazerstörer-Bande – also nach denen, die mit ihrerPolitik bzw. ihrem Geschäftsmodell weitere Klimatote in Kauf nehmen,ohne mit der Wimper zu zucken. Ihr Handeln ist als klarer Angriff auf den Klimaschutz zu werten.“

Jojo Müller vom Jungen Netzwerk für politische Aktionen (JunepA)unterstreicht den Fahndungsaufruf, der die Dramatik der Klimakrise deutlich mache: „Kohlekraftwerke müssen jetzt abgeschaltet werden.Klimaschutz heißt aber auch, den Energieverbrauch drastisch zu reduzieren. Dies steht im direkten Widerspruch zu den sogenannten Corona-Hilfspaketen der Bundesregierung für beispielsweise die Luftfahrt- oder Autoindustrie. Eine Rückkehr zur kapitalistischen Normalität ist gerade in Zeiten von Corona kein Sachzwang – im Gegensatzzum Pariser Klimaabkommen, wenn wir die Klimakatastrophe noch abwenden wollen.“
„Deutschland verstößt mit seiner weiterhin faktisch nicht existierenden Klimapolitik gegen das Pariser Klimaschutzabkommen und verhindert jegliche Klimagerechtigkeit!“, stellt Dolanyi klar.

Das Zivilgesellschaftliche Zentrum für Rechenschaft der Klimakrise isteine Initiative von JunepA. Das Netzwerk organisiert seit 2013bundesweit Aktionen des Zivilen Ungehorsams zu verschiedenen aktuellen Themen wie Klimawandel oder Militarisierung.

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Die Fahndungsplakate finden Sie unter https://junepa.noblogs.org/aktionen/klimafahndung-2020/

Fotos auf den Social Media-Kanälen:
https://twitter.com/Junep_A
https://www.facebook.com/jungesnetzwerkfuerpolitischeaktionen/
Kontakt zum Presseteam: presse-junepa[ÄTT]riseup.net

Rückblick auf die erste Klimafahndung 2018: https://junepa.noblogs.org/rueckblick/klimafahndung/